VITA Magazin
3-2020
10/19
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Vergesslichkeit – was kann man dagegen tun?

Viele ältere Menschen klagen über Vergesslichkeit. Auch wenn häufig keine Demenz dahintersteckt, sollte sie dennoch ernst genommen werden


Der Name des Ehemannes einer guten Freundin, die Telefonnummer des Bruders: Manchmal fallen uns Dinge, die wir jahrelang auswendig kannten, einfach nicht mehr ein. Haben wir es dabei etwa mit einer beginnenden Demenz zu tun?

In vielen Fällen ist diese Angst unbegründet. Sollte es sich bei der Vergesslichkeit jedoch tatsächlich um die Anfänge einer Demenz handeln, ist eine frühe Diagnose hilfreich: Eine Alzheimer-Demenz zum Beispiel ist zwar nicht heilbar, kann mit einer rechtzeitig einsetzenden Therapie aber entscheidend verlangsamt werden. 


Viele Ursachen für Vergesslichkeit
Stress ist der Hauptauslöser für Konzentrationsprobleme und kann das Gedächtnis beeinträchtigen. Auch Müdigkeit und Erschöpfung können zu Vergesslichkeit führen – meistens bessert sich diese aber wieder, wenn der Körper sich regenerieren konnte. Ein weiterer Faktor für eine verminderte Gedächtnisleistung: Flüssigkeitsmangel. Viele Menschen vergessen einfach, zu trinken! Abhilfe können Sie schaffen, wenn Sie an verschiedenen Stellen Getränke gut sichtbar aufstellen – besonders gut eignen sich Wasser, dünne Fruchtsaftschorlen sowie Früchte- und Kräutertees. Verschiedene Krankheiten können das Erinnerungsvermögen ebenfalls schwächen: Dazu zählen zum Beispiel bestimmte Infektionen, ein schlecht eingestellter Diabetes, Depressionen oder Durchblutungsstörungen im Gehirn.


Kann man einer Gedächtnisschwäche vorbeugen?
Ernähren Sie sich ausgewogen und fettarm und essen Sie regelmäßig: Fettreiches Essen reduziert die geistige Leistungsfähigkeit. Lebensmittel, die viel Eiweiß enthalten wie Fisch, Eier, Milch, Fleisch, Soja-Produkte oder Hülsenfrüchte dagegen halten den Stoffwechsel in Gang und versorgen den gesamten Organismus mit Proteinen. Genauso wichtig sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte – deren Kohlenhydrate liefern Körper und Gehirn die zum Funktionieren unverzichtbare Glukose.

Zur geistigen Fitness können Gesellschaftsspiele wie Skat, Rommé oder Schach beitragen – immer mehr Menschen entdecken auch Videospiele für sich, die das Gehirn beanspruchen. Und: Bleiben sie im geistigen Austausch mit anderen! Soziale Kontakte fördern die mentale Agilität.

 

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