Die Podologie beschäftigt sich mit krankhaften Veränderungen der Füße. Podologische Behandlungen können vorbeugen und Beschwerden lindern
Was genau ist Podologie?
Podologie ist die nichtärztliche Heilkunde am Fuß – es geht dabei nicht um die reine Pflege, sondern viel mehr um die Gesundheit. Sie nimmt sich krankhafter Veränderungen der Füße an, die sich zum Beispiel an den Fußnägeln oder an der Fußhaut zeigen. Entstanden ist der Beruf der Podologin oder des Podologen weil die Amputations- rate bei Diabetikern zu hoch war: Ein Hauptaugenmerk in unserem Berufsstand liegt daher auch nach wie vor auf dem diabetischen Fuß.
Worin unterscheidet sich die Podologie von der konventionellen Fußpflege?
Bei der konventionellen oder kosmetischen Fußpflege wird der Fuß – wie der Name schon sagt – gepflegt und verschönert. Das bedeutet, dass zum Beispiel die Fußhaut eingecremt und die Nägel geschnitten werden. Fußpflege kann jeder ausüben. Bei der Podologie geht es um den krankhaft veränderten Fuß. Probleme, die durch Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma entstanden sind, fallen in ihren Bereich. Es gibt aber natürlich auch viele Veränderungen, die direkt am Fuß entstehen und die auch ansonsten gesunde Menschen betreffen können: Verformungen durch falsche Schuhe, Druckstellen, Hühneraugen oder eingewachsene Nägel.
Warum ist eine Behandlung bei Ihnen sinnvoll?
Weil ich bestehende Probleme am Fuß lösen kann. Verformte Nägel etwa sind mit Hilfe der Podologie wieder in Form zu bringen. Bei Diabetikern geht es darum, Spätfolgen zu vermeiden: Eine Früherkennung ist daher besonders wichtig. Als Podologin habe ich einen Blick für potenzielle Probleme – und kann die Patientin oder den Patienten bei Bedarf auch an Diabetologen, Neurologen oder Dermatologen weiterüberweisen.
Wer kommt zu Ihnen?
Mädchen und Jungen, Männer und Frauen zwischen einem Jahr und 99 Jahren. Kleine Kinder zum Beispiel haben oft sehr weiche Fußnägel: Die Eltern sind dann häufig besorgt und fragen mich um Rat. Ab der Pubertät liegen dann oft auch schon richtige Probleme vor – zum Beispiel schmerzhafte Nagelbettentzündungen.
Wie häufig sollte man eine podologische Behandlung in Anspruch nehmen?
Wer etwa alle vier bis sechs Wochen zu mir kommt, muss selbst nichts mehr machen. Vor allem bei Diabetikern sind regelmäßige Behandlungen sinnvoll.
Wie wird man Podologin?
Ich bin gelernte Arzthelferin und habe später als chirurgische Krankenschwester gearbeitet. Irgendwann war ich selbst als Patientin bei einer Podologin und fand ihre Arbeit sehr faszinierend. Daraufhin habe ich eine zweijährige Vollzeit-Ausbildung zur Podologin und Heilpraktikerin der Podologie und zusätzlich Praktika bei verschiedenen Fachärzten gemacht. Die Berufsbezeichnung „Podologe“ ist geschützt und bedarf einer behördlichen Erlaubnisurkunde zur Führung der Berufsbezeichnung.